Über uns


Hallo 🙂 Schön, dass du auf unserem Blog vorbeischaust!

Wir sind Imke und Georg. Wir haben diesen Blog geschaffen, weil wir unsere Leidenschaft fürs Kochen und gutes Essen mit der Welt teilen und unseren Teil für eine bessere Welt beitragen wollen. Und der beste und einfachste Weg etwas für die Tiere, die Umwelt und sich selbst zu tun ist über unsere Teller.

Kochen ist für uns Leidenschaft, Hobby und Entspannung nach einem langen Tag im Büro. Wir lieben gutes Essen und freuen uns, wenn wir Freunde und Familie mit unseren Kreationen beglücken können.

Das sind wir: Imke und Georg

Und sonst so?

Wenn wir nicht gerade in der Küche stehen und neue Rezepte austüfteln, sind wir gerne Draußen in der Natur. Wir lieben die Berge und verbringen so viel Zeit wie möglich in den Alpen beim Wandern, Klettersteigen oder Ski- bzw. Snowboardfahren.

Aber wir haben natürlich noch einen „normalen“ Job, um das Geld nach Hause zu schaffen. Georg arbeitet als Softwareentwickler und ich als Luftfahrt-Ingenieurin.

Wenn wir mal wieder genug Geld gespart haben und es die Zeit zulässt, bereisen wir die Welt und fangen sie mit unserer Kamera ein. Denn auf Reisen bekommt man die besten Ideen für neue Rezepte.

Warum wir uns für eine vegane Ernährung entschieden haben?

Imke: Ich habe mich bereits mit 16 entschieden vegetarisch zu leben und kein Fleisch und keinen Fisch mehr zu essen, vorrangig aus Liebe zu den Tieren. Dennoch habe ich mir nie wirklich viele Gedanken darüber gemacht, wo mein Essen und insbesondere Milch und Eier eigentlich her kommen. Für Milch und Eier sterben ja keine Tiere, und Milch zu trinken ist doch das Normalste der Welt – dachte ich damals jedenfalls.

Das hat sich allerdings 2017 von einem auf den anderen Tag verändert. Ich hatte in diesem Sommer viel Freizeit und habe alle vegetarischen Kochkurse belegt, die die VHS im Programm hatte. Darunter war auch ein veganer Kochkurs. Damals hielt ich Veganer noch für extrem, denn wer würde freiwillig auf Käse verzichten?

Ich bin lange Zeit ein regelrechter Käse Junkie gewesen. Ich habe 2015 für 6 Monate in Frankreich gelebt und mich dort quasi nur von Käse ernährt. In diesem veganen Kochkurs fragte uns die Dozentin dann während der Vorstellungsrunde, ob wir schon vegan leben würden und falls nicht, was uns davon abhalten würde. Und ich sagte:

„Ich könnte nie ohne Käse leben!“

Heute muss ich darüber lachen, denn diesen Satz hört man als Veganer so unglaublich oft von anderen Menschen, die versuchen zu erklären, was sie vom Veganismus abhält. Witzigerweise fehlt mir heute von allen Produkten, die man als Veganer nicht mehr isst, Käse am wenigsten.

Die Dozentin unseres Kochkurses erklärte uns im Anschluss den Grund für meine Käse-„Sucht“. Kühe produzieren einen Wirkstoff namens Casiomorphin in ihrer Milch. Diese Peptide sind mit Opioiden verwandt, daher das Morphin im Namen. Die Morphine in der Milch sollen dazu dienen, die Beziehung des Kälbchens zu seiner Mutter zu stärken, denn beim Säugen wirken sie beruhigend auf das Junge. Milch und Käse machen also abhängig? Davon hörte ich an diesem Tag zum ersten Mal.

„Warum wusste ich davon nichts?“

Das brachte mich ins Grübeln und ich las mich mehr in die Thematik ein. Ich schaute mir Dokus über die Milch- und Eier-Industrie an, inklusive Kükenschreddern und Kälberschlachten. Ich war geschockt, wie grausam in der Massentierhaltung mit den Tieren umgegangen wird. Und auch Bio war hier leider keine Ausnahme, wie ich gehofft hatte. Denn auch für Bioeier und Biomilch werden Küken geschreddert und Kälber ihren Müttern entrissen und geschlachtet.

Außerdem erinnerte sie uns daran, dass Kühe Säugetiere sind und daher nur Milch geben, wenn sie gerade ein Kälbchen geboren haben. Die Milch ist also logischerweise für das Kälbchen bestimmt.

Der Mensch ist die einzige Spezies auf diesem Planeten, die im Erwachsenenalter noch Muttermilch trinkt!

Und zu allem Überfluss auch noch Muttermilch einer fremden Spezies, die dazu gemacht ist ein kleines Kälbchen innerhalb eines Jahres in ein riesiges Rind zu verwandeln.

Ich entschied mich also, dass ich mein Bestes geben wollte, um diese Praxis nicht weiter zu unterstützen. Am gleichen Tag noch beschloss ich, meine Ernährung auf vegan umzustellen.

Georg: Für mich war der Schritt zu einer veganen Lebensweise zunächst nicht so einfach wie für Imke. Denn ich war zu der Zeit, in der Imke beschlossen hat sich ausschließlich vegan zu ernähren, noch Fleischesser und habe oft nur zuhause vegetarisch bzw. vegan gegessen, im Restaurant oder der Kantine doch oft noch die Fleischgerichte gewählt. Ich hielt die vegane Küche, wie die meisten Menschen, für langweilig und sehr einschränkend in der Auswahl. Vor allem war es für mich nicht so einfach wie für Imke, da sie ja immerhin schon 16 Jahre vegetarisch gelebt hat und ich mich erst seit ca. einem halben Jahr mehr oder weniger intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hatte.

„Was kannst du denn dann überhaupt noch essen?“

Aber Imke blieb bei ihrem Vorsatz und wir einigten uns darauf erstmal ein Gericht am Tag zu veganisieren. Das haben wir dann schrittweise ausgeweitet.

Imke: Am Anfang war das kochen ohne Milchprodukte, Käse und Eier sehr ungewohnt und schwierig für mich. Denn meine Standardgerichte waren zu 80% mit Käse überbacken oder enthielten Eier, Quark, Joghurt oder Butter. Daher stürzte ich mich erstmal in die Lektüre veganer Rezeptblocks und Kochbücher.

Ich entdeckte so viele neue Zutaten und Produkte

Ich lernte Zutaten kennen von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte: Tempeh, Jackfruit, Seitan, Hefeflocken, Kala Namak, Flüssigrauch und so viele andere.  

Ich habe früher nie wirklich viel Zeit in der Küche verbracht. Wichtig war nur, dass es schnell geht und satt macht. Aber jetzt hatte ich auf einmal Unmengen an leckeren Rezepten, die ich ausprobieren wollte. Ich entdeckte plötzlich meine Liebe zum Kochen und experimentierte mit neuen Zutaten.

Vegane Ernährung und Genuss müssen sich nicht ausschließen!

Georg: Auch mir schmeckten Imkes veganen Kreationen super und ich merkte, dass eine vegane Ernährung und Genuss sich nicht ausschließen müssen. Außerdem bemerkte ich, dass Imke plötzlich viel mehr Energie hatte. Vor der Umstellung war sie immer eine totale Couchpotato. Jetzt schlug sie urplötzlich vor Sport zu machen und war dann dabei kaum noch zu Bremsen. Beim Klettern steigerte sie ihre Leistung enorm und ich hatte schon Sorgen, dass sie besser wird als ich. Wanderrouten und Klettersteige in den Bergen, die vorher undenkbar gewesen wären, waren auf einmal gut machbar.

Viele positive Veränderungen

Ich bemerkte also live die positiven Veränderungen, die so eine Ernährungsumstellung mit sich bringen kann. Und nachdem Imke und ich viel über die Abgründe der Massentierhaltung und die Auswirkungen auf Tiere, Umwelt und unsere eigene Gesundheit gesprochen hatten, entschied ich, mich von nun an vegetarisch zu ernähren und mich langsam an das vegane Leben anzutasten.

Wir haben dann zunächst unsere Vorratskammer komplett von tierischen Produkten befreit. Zuhause gibt es seitdem nur noch vegane Kost.

Imke: Ganz am Anfang habe ich beim Essen gehen im Restaurant oder bei Freunden noch Ausnahmen gemacht und vegetarisch gegessen, wenn es nichts veganes gab. Aber irgendwann regte mich meine eigene Inkonsequenz auf und ich beschloss im Frühjahr 2018 von nun an komplett vegan zu leben. Praktischerweise war gerade Fastenzeit und so reagierte mein Umfeld ganz gut auf diese Veränderung. Wegen der Fastenzeit vermutlich verständnisvoller als sonst. Daher blieb ich auch nach der Fastenzeit dabei und habe es bis heute noch nicht einmal bereut.

Vegan leben

Mittlerweile habe ich auch meine anderen Lebensbereiche tierleidfrei gestaltet. Ich achte bei Kosmetik und Putzmitteln darauf, dass sie keine tierischen Produkte enthalten und nicht an Tieren getestet wurden. Und ich kaufe keine Kleidung aus Leder, Wolle, Seide oder Daunen.

Natürlich schafft man es nie zu 100%. Auf der Arbeit muss ich z.B. die von der Firma gestellten Sicherheitsschuhe aus Leder tragen. Und letztens habe ich Tabletten vom Arzt verschrieben bekommen, die Milchzucker enthielten.

Aber ich gebe mein Bestes und versuche das Tierleid so gering wie möglich zu halten. Und darum geht es auch beim Veganismus. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, dass man sein Möglichstes tut. Für die Tiere, für die Umwelt und für sich selbst.

Aktivismus

Mittlerweile engagiere ich mich auch aktiv für Tierrechte. Ich nehme zum Beispiel bei den Cubes of Truth von Anonymous for the Voiceless teil. Dabei stehen wir in Fußgängerzonen und zeigen auf Bildschirmen Videos aus der Massentierhaltung. Mit den Passanten die stehenbleiben führen wir dann sogenannte Outreach-Gespräche. Das gibt mir das Gefühl etwas bewirken zu können und anderen Menschen die Augen zu öffnen, so wie die Kochkurs-Dozentin es damals bei mir bewirkt hat.